Psychischer Notfall

Was ist ein psychischer Notfall ?

Ein psychischer Notfall bei Kinder und Jugendlichen liegt dann vor, wenn diese aufgrund anhaltender oder kurzer schwerer Belastungen aus dem Gleichgewicht geraten und dadurch alltägliche Anforderungen und Situationen nicht mehr bewältigen können. Das umfasst natürlich auch akute Selbst- oder Fremdgefährdung wie Selbstmordgedanken, selbstverletzendes Verhalten etc.

Anlaufstellen bei Verletzungsgefahr

Bei akut bestehender Selbst- oder Fremdgefährdung sowie Suizidgefahr nehmen Sie bitte unbedingt Kontakt zum Rettungsdienst (112) oder zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) auf. Diese helfen Ihnen jederzeit schnell und kostenfrei.

Für unsere Patienten

Für Patienten, die sich bereits bei mir in Behandlung befinden, besteht immer die Möglichkeit einen kurzfristigen  Notfalltermin in meiner Praxis zu vereinbaren.

Andere Anlaufstellen

Telefonische Notfallberatungen

Beratung und Hinweise zu weiterführenden Möglichkeiten in Ihrer Nähe erhalten Betroffene und Umfeld ebenfalls unter der  Notfallnummer der Telefonseelsorge: +49 (0)800 111 0 111 (rund umd die Uhr & gebührenfrei). Die Nummer der Telefonseelsorge erscheint zudem auch nicht in den Verbindungs- und Abrechnungsauflistungen von Telefonrechnungen u.ä.

 

Ein  Beratungs- und Hilfsangebot speziell für Kinder und Jugendliche finden Sie beim:

Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“: Tel.+49 (0)800 - 111 0 333 (gebührenfrei), 
Mo bis Fr 15.00 - 19.00 Uhr, auch unter www.nummergegenkummer.de.

Psychiatrische Kliniken

Hilfe und Unterstützung finden Sie auch bei Kinder- und Jugendpsychiatrischen Kliniken in der Region. Dort kann eine erste situationsentschärfende Behandlung erfolgen.


Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung sowie schwereren psychischen Problematiken sind die Möglichkeiten einer
ambulanten Therapie (als maximal mehrstündige Versorgung in den Praxisräumen einer Psychotherapeutin) begrenzt und oft für eine akute Gefährdungslage des Kindes nicht ausreichend. Ein klinischer Aufenthalt kann in einer solchen Situation, durch das neutrale, stabile Umfeld und die intensive Betreuung, gute Hilfestellungen geben.

 

Psychatrie, Klapse und andere böse Worte klingen schlimm - dieser Ruf stammt noch aus Zeiten, in denen man die Ursachen psychischer Krankheiten nicht verstand und diese gesellschaftlich ein gesellschaftliches Tabu darstellten. Dieses Image entspricht schon lange nicht mehr unserer Zeit! Psychische Leiden wie Depression, Burn-Out uvm. können jeden treffen - lassen Sie sich deshalb zum Wohles Ihres Kindes und Ihrem Wohl nicht von solchen Vorurteilen abschrecken.

Terminservicestellen

Bei nicht akut behandlungsbedürftigen Beschwerden kann auch die nächstgelegene Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung einen zeitnahen Ersttermin organisieren. Eine Übersicht der Terminservicestellen in Ihrer Region finden Sie hier.

 

Wichtig! Ersttermin ist noch kein Behandlungsplatz

Ein Ersttermin ist nicht mit einem Behandlungsplatz gleichzusetzen. Aber auf diesem Weg lässt sich unter Umstände mit einer Diagnose die Behandlungsnotwendigkeit nachweisen. Die nachweisbare Behandlungsnotwendigkeit kann dann dazu genutzt werden, um über wiederum erneut über die Terminservicestelle zeitnah einen Behandlungsplatz zu erhalten.

 

 

Außerdem: Keine Wahlfreiheit

Die vermittelten Termine der Terminservicestellen können weitere Fahrtwege beinhalten und richten sich nicht nach Ihren zeitlichen Möglichkeiten - es ist daher empfehlenswert, dass Sie selbst zuvor Psychotherapeutin oder Klinik Ihrer Wahl anfragen und dort versuchen, einen Termin zu vereinbaren.